Operative Methoden
Operative Eingriffe an den Fortpflanzungsorganen können zur Unfruchtbarkeit führen. Daher können - insbesondere bei einem späteren Kinderwunsch - möglichst schonende chirurgische Techniken eingesetzt werden. Die Radikalität der Operation kann somit in einzelnen Fällen nach sorgfältiger Risikoabwägung zu Gunsten eines Fertilitätserhaltes zurücktreten. Dies gilt insbesondere für frühe Stadien von Gebärmutterhalskrebs. Grundsätzlich können die medizinischen Erfordernisse und Besonderheiten in jedem Einzelfall nur persönlich im Gespräch mit dem Operateur verstanden und entschieden werden.
Schutz bei Bestrahlung
Das Ziel von modernen Bestrahlungstechniken ist es, die Zieldosis auf den Tumor zu begrenzen und das umgebende Gewebe zu schonen. Fast immer ist dies durch radiotherapeutische Schutzmaßnahmen möglich.
In ausgewählten Fällen, in denen durch eine Bestrahlung mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem kompletten Funktionsverlust der Eierstöcke gerechnet werden muss, können die Eierstöcke operativ aus dem Bestrahlungsfeld verlegt werden (Ovariopexie, Transposition der Ovarien), allerdings ist diese Möglichkeit bei zusätzlicher Chemotherapie nicht wirksam. Als Risiken sind neben den allgemeinen Operationsrisiken der operationsbedingte Funktionsverlust der Eierstöcke sowie die Ausbildung von Eiserstockzysten bei ca. 25% der Patientinnen zu nennen. Des Weiteren muss derzeit in der Regel noch der Eileiter für eine Verlegung der Eierstöcke durchtrennt werden, so dass bei einer Verlegung beider Eierstöcke eine Schwangerschaft ggf. nur im Rahmen einer künstlichen Befruchtung möglich wäre.
Wenn man bedenkt, dass ohne die Operation mit einem kompletten Funktionsverlustes der Eierstöcke gerechnet werden müsste, so wird jedoch der Nutzen dieser Therapie im Verhältnis zu den Risiken deutlich höher.
Einfrieren befruchteter Eizellen
Medikamentöse Methoden
Einfrieren von Eierstockgewebe
letzte Aktualisierung: 26.07.2010