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Terminvereinbarung:
Tel.: 09131 85-33524 (9.30 - 12.30)
Spechzeiten:
Donnerstags von 13.00 bis 16.00 Uhr
Die Sprechstunde ist primärer Anlaufpunkt für Patientinnen mit den Erkrankungen Endometriose, Myomen und genitalen Fehlbildungen. Ebenfalls Patientinnen mit bisher ungeklärten Beschwerden in der Bauchregion (z.B. Schmerzen) oder fortbestehender Beschwerden trotzt Therapie sollten sich an diese Sprechstunde wenden. Im Rahmen der Sprechstunde steht neben der klinischen Untersuchung die individuelle Beratung hinsichtlich einer individuellen Therapie im Vordergrund. Hierfür steht Ihnen während des Arztbesuches ein speziell für diese Krankheitsbilder geschultes Personal zur Verfügung.
Die Sprechstunde versteht sich zusätzlich als Koordinationszentrum für weitere ambulante Untersuchungen wie auch für konservative oder operative Therapien.
Sollten bereits Untersuchungen, medikamentöse Therapien oder Operationen in Zusammenhang mit Ihrem Krankheitsbild erfolgt sein, bitten wir Sie all diese Unterlagen (Arztbriefe, OP-Berichte ect.) zum Sprechstundentermin mitzubringen.
Chronische Unterbauchbeschwerden
Bis zu 15 % aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden unter chronischen Unterbauchschmerzen, die je nach Ausprägung auch bis zur Arbeitsunfähigkeit führen können.
Als Lokalisation der Schmerzen treten häufig „tiefe Punkte“ im Becken auf, mit Ausstrahlung in den Rücken und die Beine. Begleitet werden können diese durch weitere Beschwerden wie die des Magens, Kreislaufstörungen, Kopfschmerzen und/ oder Verstopfung.
Die den Alltag oft einschränkenden Schmerzen können einerseits in Zusammenhang mit vorangegangen Operationen (Verwachsungen), Erkrankungen wie z.B. Endometriose, Myomen oder Entzündungen stehen anderseits auch durch psychosoziale Konflikte unterstützt werden. Veränderungen des Halteapparates (Knochen, Gelenke) sollten ebenso als Schmerzverursacher mitberücksichtigt werden. Es kann ebenfalls ein „Zusammenspiel“ von organischen Veränderungen und eine sich daraus entwickelnde psychosoziale Problematik beobachtet werden, so dass der Patientin ein multimodaler Therapieansatz angeboten werden muss. Dieser kann z.B. in einer operativen Sanierung der Schmerzen auslösenden Ursache und in einer anschließenden speziell auf die Patientin angepassten psychologischen Weiterbehandlung bestehen.
Endometriose
Unerklärte Unterbauchschmerzen, welche oft über Jahre bestehen und nur unzureichend therapiert werden konnten, stellen sich bei der operativen Abklärung oftmals als Endometriose dar. Endometriose kann oft auch in Zusammenhang mit einem unerfülltem Kinderwunsch (Sterilität) gebracht werden. Eine Abklärung der Unterbauchschmerzen oder der Sterilität erfolgt, neben der klinischen Untersuchung und dem Ultraschall, in der Regel mittels einer Bauchspiegelung (Laparoskopie).
Im Falle eines unerfüllten Kinderwunsches erfolgt eine intensive Zusammenarbeit mit den Kollegen der Kinderwunschsprechstunde, um individuell für jede einzelne Patientin ein optimales Konzept zu entwickeln. Primär sollte der Versuch angestrebt werden, eine Empfängnis (Konzeption) auf dem „normalen Wege“ anzustreben. Ist aufgrund des ausgeprägten Befundes oder z.B. der eingeschränkten Spermienqualität des Partners ein Eintreten einer Schwangerschaft als nicht erfolgreich anzusehen, werden andere Möglichkeiten wie die Insemination oder die In-Vitro-Fertilisation (IVF) angeboten.
Kommt es aufgrund der ausgeprägten Endometriose zu einem Übergriff auf weitere Organe wie z.B. Darm, Scheide, Harnleiter oder Blase, erfolgt die weitere Therapieplanung in Zusammenarbeit mit der Abteilungen für Urologie oder/ und Chirurgie. Wegen der langen interdisziplinären Zusammenarbeit steht Ihnen hier ein erfahrenes und eingespieltes Team zur Verfügung.
Neben der gängigen medikamentösen Therapie (z.B. Hormone) besteht die Möglichkeit Ihnen im Rahmen von Studien neueste Medikamente (u.a. Aromatasehemmer – FemD4-Studie) anzubieten, die aktuell noch nicht auf Rezept verschrieben werden können.
Link:
www.endometriose.de
Myome
Blutungsstörungen und Unterbauchbeschwerden können u.a. ihrem Ursprung in Myomen haben (Uterus myomatosus). Galt noch vor Jahren eine Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) als die übliche Therapie, so steht heute bei nicht abgeschlossener Familienplanung ein Organerhalt an erster Stelle. Mittels moderner Operationsverfahren wie Bauch- (Laparoskopie) und Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) kann oft ein Bauchschnitt vermieden und lediglich das/ die Myom(e) abgetragen werden.
Genitale Fehlbildungen
Je nach Ausprägung fallen Fehlbildungen des Genitaltraktes oft erst in der Pubertät wegen Ausbleiben der Periode oder später im Rahmen der Abklärung von Abgängen (Aborten) oder Sterilität auf.
Beim Vorliegen einer nicht entwickelten Scheide (z.B. Mayer-Rokitansky-Küster-Hauser-Syndrom) besteht als primäres Ziel die Rekonstruktion einer für den Geschlechtsverkehr funktionsfähigen Scheide. Die Rekonstruktion der Scheide (Neovagina) erfolgt in der Regel durch die Operationsmethode nach Vecchetti.
Besteht bei der Abklärung von Aborten oder Sterilität der Verdacht auf eine „Trennwand in der Gebärmutter“ (Uterus subseptus), erfolgt eine Abklärung durch eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie). Mittels dieser Operationstechnik kann schließlich auch die Abtragung der Trennwand erfolgen, ohne dass ein Bauchschnitt erforderlich ist.
Links:
www.mrkh-syndrom.de
www.mrkh-syndrom.ch
Team:
OA Dr. Stefan Renner, OA PD Dr. Andreas Müller, Dr. Johannes Lehrmann, Dr. Thomas Hildebrandt, Dr. Alexander Boosz
Weiterführende Literatur:
Vaginale und uterine Fehlbildungen - Teil 1
(479KB)
Vaginale und uterine Fehlbildungen - Teil 2
(659KB)
VCUAM-Klassifikation für vaginale und uterine Fehlbildungen
(64KB)
Myome - Teil 1: Epidemiologie, Ätiologie und Klinik
(1MB)
Myome - Teil 2: Therapiemöglichkeiten
(1MB)
letzte Aktualisierung: 26.07.2010

